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DEFAULT : Oratorium: Die Schöpfungsgeschichte gerockt
24.10.2018 09:40 ( 404 x gelesen )

Heidenheim: Oratorium: Die Schöpfungsgeschichte gerockt



Der Chor der Dreifaltigkeitskirche brachte nach langer Vorbereitungszeit ein Großprojekt auf die Bühne,
das weniger fromm als vielmehr politisch daherkam.

Bevor Gott Himmel und Erde schuf, war da nichts als Finsternis. Finster war es auch in der Dreifaltigkeitskirche,
bevor es im Kirchenschiff Licht wurde und der Chor der Gemeinde seine Arbeit der vergangenen eineinhalb Jahre
präsentierte: Ein modernes Schöpfungsoratorium, das nicht nur fromm, sondern vielmehr politisch daherkommt.
Vielleicht war die Dreifaltigkeitskirche gerade aus diesem Grund mit rund 300 Gästen so gut besucht wie im
Gottesdienst wohl nur an hohen Feiertagen.

„Und dann war Licht“ ist ein Werk aus der Feder des katholischen Kirchenmusikers Thomas Gabriel und des
evangelischen Theologen Eugen Eckert, das ganz klassisch die Schöpfungsgeschichte nach dem Buch Genesis
erzählt.

Doch damit war es mit dem Gewohnten, dem vielleicht auch Erwarteten schon vorbei: Statt eine reine Lobeshymne
anzustimmen, schlug der Chor kritische Töne an – Kritik nicht an der Schöpfung selbst, sondern an dem, was der
Mensch daraus gemacht hat.

Sieben Tage in einer Stunde

Sieben Tage – so lange dauerte die Entstehung der Welt laut der Schöpfungsgeschichte der Bibel. Ganz so lange
dauerte die Aufführung am Samstagabend in der Dreifaltigkeitskirche nicht, denn trotz der Unterteilung in die
einzelnen Tage der Schöpfung erzählte der Chor die Geschichte in rund anderthalb Stunden.

Dabei wurden die knapp 50 Sänger von einer 14-köpfigen Band inklusive Schlagzeug und Bass begleitet –
passend zur rockig-poppigen Musik, die nach mehr verlangte als Piano und Streichern. Dabei rückten jedoch
die drei Chorstimmen im Verhältnis zur Musik bisweilen in den Hintergrund und waren insbesondere bei Passagen
in höheren Stimmlagen textlich eher schwer zu verstehen.

Ergänzende Kontraste

Inhaltlich tragende Rollen hatten jedoch vor allem die beiden Solisten, die sowohl stimmlich als auch textlich in
einem sich zu einem passenden Gesamtbild ergänzenden Kontrast zueinander standen.

Alex Szabo gab als Erzähler nahe am Wortlaut der biblischen Schöpfungsgeschichte die Entstehung der Welt
gesanglich wieder. Und während der Gerstetter mit sanfter Stimme vom Gewimmel im Wasser sang und wie die
Erde erstes Grün und schließlich auch Leben an Land hervorbrachte, war es Iris Trevisan als Prophetin,
die den Unverstand der Menschheit und die Probleme unseres Umgangs mit der Welt anprangerte.

Hätte das Konzert ohne Trevisan leicht etwas zu brav wirken können, so sorgte die Heidenheimer Sängerin
mit ihrer kräftigen Rockröhre dann doch für eine der Botschaft angemessene Stimmgewalt und den nötigen Pep.

Rock und Zerstörung

Mit einer Lichtinszenierung sowie durch passende Bilder und kurze Videosequenzen im Hintergrund sollte
visuell die Eindringlichkeit des Inhalts noch unterstrichen werden, was insbesondere dann gelang, als
Trevisan in einer schnellen, rockigen Passage von Krieg, Zerstörung und der Herrschaft des Menschen
über den Menschen sang, während im Hintergrund zerbombte Städte und brennende Häuser zu sehen waren.

Ein Großprojekt gemeistert

Zwischen den einzelnen Tagen der Schöpfung wurde es in der Dreifaltigkeitskirche jedes Mal erneut dunkel
und still – wohl um den Inhalt des vorherigen Parts erst einmal auf das Publikum wirken zu lassen, wofür jedoch
die Pausen einen Tick zu kurz waren.

Mit dem Schöpfungsoratorium „Und dann war Licht“ hatte sich der Chor der Dreifaltigkeitsgemeinde zweifellos ein
Großprojekt vorgenommen, dem die Sänger unter der Leitung von Norbert Rohlik jedoch gerecht werden konnten.
Die Botschaft des Abends war glasklar zu verstehen: Respektiert euch und einander, gebt Acht auf das, was euch
gegeben wurde – und vor allem: Nehmt euer Leben selbst in die Hand.

Quelle: Heidenheimer Zeitung

https://www.swp.de/suedwesten/staedte/heidenheim/die-schoepfungsgeschichte-gerockt-28137674.html


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Die Sängerin Iris Trevisan

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